| Sie
ahnt nicht, welche Folter auf sie zukommt: Viele Hände werden
sie am Boden festhalten, und eine "weise" Frau wird ihr
mit einem unsterilen Messer ohne Narkose Klitoris und Schamlippen
abschneiden.
Verblutet
Meena dabei, wird sie - schnell und noch warm - hinter der Hütte
begraben werden. Man bewahrt eisernes Schweigen über solche
Ausgänge der Tortur.
Überlebt
sie aber, wird ihr das Schocktrauma eine angstbesetzte Gefügigkeit
gegenüber allen Lebenswendungen hinterlassen. Auch unter den
Verstümmelungsfolgen wird sie lebenslang leiden, wie auch Mutter
und Großmutter gelitten haben. Sie glauben daran, dass nur
die beschnittene Frau eine gute Frau und Mutter werden kann.
Das Gesetz
verbietet solche Körperverletzung zwar. Aber in den bankrotten
Staatskassen Tansanias ist kein Geld für die notwendige Volksaufklärung.
Und das büßen täglich etwa 6000 Mädchen in
Afrika. |